Aktuelle Presseberichte zum Chor Dissonanzen

- Konzertbericht Jubiläumsprogramm, Schliersee, 02. Juni, 2019
- Konzertbericht Jubiläumskonzert, Miesbach,  29. Juli, 2018

I’m gonna sing – Der Parsberger Chor „Dissonanzen“

Ein Beitrag von aus Kultur Vision aktuell" 19.10.2020 
https://www.kulturvision-aktuell.de/parsberger-chor-dissonanzen-st-josef-mit-leben-fuellen-holzkirchen-2020/

Parsberger Chor "Dissonanzen"

Endlich wieder singen. I’m gonna sing – das war Programm und Statement zugleich. Nach monatelanger Zwangspause durfte der Parsberger Chor „Dissonanzen“ unter der Leitung von Hans Peljak endlich wieder seiner Leidenschaft frönen und bot dem begeisterten Publikum in der Holzkirchner St. Josef Kirche ein schwungvolles, schillerndes Konzert.

Nach der Begrüßung durch den Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Matthias Hefter betraten die Sängerinnen und Sänger zunächst mit Maske den Altarraum und nahmen ihre Plätze im weiten Rund der schlichten, modernen Kirche ein. St. Josef mit Leben füllen, das ist die Intention der Pfarrgemeinde. Und auch an diesem Oktoberabend gelang sie wieder beeindruckend. Abstand einhalten gebieten die Corona-Regeln und sowohl Chor wie Zuhörerschaft halten sich konsequent daran.

I’m gonna sing

Ich singe, ich atme, ich rufe mein Gebet und meinen Gesang laut hinaus in diese Welt. Ich träume von einer besseren Welt, ich träume von einer friedvollen Welt. Was würde besser in unsere Zeit passen als diese Gesänge? Fast scheint es, als hätte der Chor diese Lieder und Gospeln nur für Konzerte des Jahres 2020 ausgewählt. Aber nein, so erklärt Chorleiter Hans Peljak, das Programm wurde schon im letzten Jahr zum 25-jährigen Bestehen des Chores zusammengestellt und sollte auch schon eher in Holzkirchen aufgeführt werden. Glockenhell und klar der Gesang als Lobpreis auf das Leben, seine Schönheit und Vielfalt. Schwermütig und traurig, klagend und voll Melancholie der Gesang, wenn es heißt „Fürchte dich nicht. Du bist nicht verloren. Nur durch die Liebe vergeht der Schmerz.“

Der Chor Dissonanzen tritt bei fröhlichen Festen wie Kommunion, Konfirmation, Hochzeitsfeiern ebenso auf wie bei traurigen Anlässen. Das Repertoire ist also breit gefächert. Jede Gefühlsregung, Freude und Leid, drückt der Chor mit intensiver Hingabe aus. Die Solistinnen Christine Hempfer-Molitor (Sopran) und Gudrun Fröhlich-Böhner (Alt) führen den etwa 15-köpfigen Chor mit ihren glasklaren Stimmen an, übertönen ihn jedoch nicht. Auch Tenor Benedikt Minnich und Bass Andreas Bichler geben mit ihren Stimmen dem Chor Gewicht und Halt.

Parsberger Chor "Dissonanzen"

Mess-Sequenzen von Mozart bis Mowby

Im zweiten Teil des Konzerts hören wir Sequenzen aus Messen von unterschiedlichen Komponisten aus verschiedenen Zeitepochen. Den Anfang machte das Kyrie aus der 2011 entstandenen Missa Brixinensis des 53-jährigen niederbayerischen Komponisten Stefan Trenner. Rhythmisch und weich, lyrisch anmutend. Festlich und jubelnd erklang das Gloria aus der Missa Brevis des ehemaligen Kirchenmusikers der Westminster Cathedral, Colin Mawby (1936-2019), das mit heftigem Applaus belohnt wurde. Danach stellte uns Hans Peljak eine kleine Quizfrage.

„Wer könnte wohl der Komponist des nun folgenden kurzen Zwischengesangs gewesen sein?“ Ja, es war ein Wunderkind. Der damals 9-jährige Wolfgang A. Mozart schrieb diesen strahlenden Gesang in London. Nach dem Sanctus des polnischen Komponisten Josef Swider (1930-2014) wurden wir Zeugen einer Uraufführung. Dem Chor gelang ein ergreifendes Agnus Dei des aus Lenggries stammenden Roman Kofler.

Parsberger Chor "Dissonanzen"
Hans Peljak leitet den Parsberger Chor „Dissonanzen“. Foto: Fritz Ihmig

Harmonie und Stimmgewalt

Stimmgewaltig und harmonisch beeindruckten die Parsberger in Holzkirchen und begeisterten durch ein abwechslungsreiches Programm. Häufig auswendig vorgetragen, sangen sie a cappella oder von Florian Brand an der Gitarre begleitet sowie von Christine Dörrhöfer an der Flöte unterstützt. Dabei spannten sie einen breiten Bogen von allseits bekannten Songs – wie Leonard Cohens Halleluja oder Ausschnitten aus Andrew Lloyd Webbers Jesus Christ Superstar – bis hin zu russischen oder südamerikanischen Klängen. Bunt, fröhlich, begeisternd, mit Fingerschnipsen und wiegender Bewegung bis hin zu einem wunderbaren „Oh happy day“ bescherte Dissonanzen einen kurzweiligen und unbeschwerten Abend.


Let it shine

Ein Beitrag von aus Kultur Vision aktuell" 05.06.2019 
https://www.kulturvision-aktuell.de/chor-dissonanzen-christuskirche-schliersee-2019/

Chor Dissonanzen

Chorauftritt in der Christuskirche. Foto: Hannah Miska.

Der Parsberger Chor Dissonanzen feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Aus Anlass des Jubiläums hat der Chor ein neues Programm einstudiert – die Premiere fand am 2. Juni in der Christuskirche Schliersee statt.

Sonntagabend, der Ausklang eines herrlichen Sommertags, jetzt etwas auf den Grill werfen und ein kühles Bier trinken. Wer geht an so einem Sommerabend schon zu einem Konzert in die Kirche?

Nicht wenige jedenfalls. Etwa 60 Leute saßen in der Christuskirche in Schliersee, als pünktlich nach dem 20.00 Uhr- Glockengeläute der Chor einzog – von zwei Eingängen kommend: die Tenöre und Bässe von rechts, die Sopranistinnen und Altistinnen von links. Vorn saß Florian Brand, spielte Bachs Bourreé auf der Gitarre und der Chor zog mit feierlichem „ba-da-dam“ ein und stellte sich auf: ein wunderschöner Auftakt, gefolgt von dem fröhlichen, von Fingerschnipsen begleitetem Gospel „I’m gonna sing“. Mehr war nicht nötig, um das Publikum zu gewinnen, das auch prompt klatschte – obwohl man mit dem Klatschen ja immer etwas zögerlich ist in einer Kirche. Darf man oder darf man nicht? Man durfte, selbst Christus unter dem Kuppelfenster schien zustimmend zu lächeln.

Von Mozart bis Mawby

Der Chorleiter Hans Peljak moderierte jedes neue Stück an. Das Programm war gut gemischt, geistliche Musik wechselte sich mit weltlicher Musik, neben Mendelssohn-Bartholdys berühmtem Lied „Abschied vom Walde“ oder einer Motette von Mozart, die er im Alter von neun Jahren komponiert hatte, gab es auch Zeitgenössisches – so zum Beispiel ein stimmgewaltiges Kyrie aus einer modernen Messe von Stefan Trenner oder das komplexe Gloria aus einer Messe von Colin Mawby, dem langjährigen Leiter der Kirchenmusik an der Westminster Cathedral.

Harmonie und Gänsehaut

Der Parsberger Chor „Dissonanzen“ feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum. Mit dem Konzert in der Christuskirche führte er – erstmals – sein neues Programm auf. „Wir müssen noch ein bisschen üben“, meinte einer der Sänger nach dem Konzert, und eine der Sängerinnen fragte ihren Chorleiter „Waren wir gut?“.

Wir haben die Antwort des Chorleiters nicht gehört aber liebe Chormitglieder: das Publikum war begeistert. Der Chor hat einen gewaltigen Stimmumfang und harmoniert selbst in den Dissonanzen, das Repertoire ist abwechslungsreich und macht Spaß. Und wenn dann überdies bekannte Lieder wie Leonard Cohens „Hallelujah“ erklingen, bekommt das Ganze noch einen Gänsehautfaktor obendrauf.

Funken im Herzen

Der Chor ist vor 25 Jahren als gemischter Jugendchor von Hans Peljak, der am Mozarteum in Salzburg Gesang, Gesangspädagogik und Dirigieren studierte, aus der Taufe gehoben worden. Inzwischen ist es kein Jugendchor mehr und es gibt viele neue Gesichter unter den Chormitgliedern. „Aber“, so sagt der Miesbacher Chorleiter, der noch weitere Chöre im Oberland leitet, nicht ohne Stolz in der Stimme, „es gibt etliche Chormitglieder der ersten Stunde, die nach einer mehrjährigen Familienpause wieder in den Chor zurückgekehrt sind.“

Chor Dissonanzen
Hans Peljak dirigiert die Dissonanzen mit Florian Brand an der Gitarre. Foto: Hannah Miska

Es gab Applaus nach jedem Stück und nachdem das letzte Lied verklungen war, gab es prompt Rufe nach einer Zugabe. Hans Peljak und die „Dissonanzen“ waren vorbereitet: Sie sangen den schönen Gospel-Gassenhauer „Let it shine“.

Pfarrerin Melanie Striebeck, die ihr wunderschönes Gotteshaus für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat, verabschiedete die Besucher in der Hoffnung, mit der Musik einen Funken in ihren Herzen angezündet zu haben. Daran besteht kein Zweifel.

 

Pressebericht zum Jubiläumskonzert
25 Jahre Dissonanzen am 28. Juli 2018
Pfarrzentrum Miesbach
Münchner Merkur, 30.07.18

 

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